Jahresrückblick 2025

03 Februar 26

Im Jahr 2025 wurden in Mönchengladbach 16 Projekte von der Partnerschaft für Demokratie im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“ des BMBFSFJ gefördert. 

Darüber hinaus organisierte die PFD Workshops, Fortbildungsangebote, Fachveranstaltungen und Aktionen gemeinsam mit Kooperationspartnern und dem Jugendforum.  

In enger Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen und zivilgesellschaftlichen Initiativen entstanden vielfältige Angebote, die demokratische Werte stärken, gesellschaftliche Teilhabe fördern und Räume für Austausch, Bildung und Begegnung eröffnen. 

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. In einem interaktiven Mitmachtheater wurden Grundschüler*innen spielerisch an demokratische Grundhaltungen sowie an soziale Kompetenzen wie Empathie, Teamarbeit und Kommunikation herangeführt. Ziel war es, Demokratie frühzeitig erfahrbar zu machen und ein respektvolles Miteinander zu fördern. 

Auch an weiterführenden Schulen fanden mehrere Projekte statt. In Workshops wurden Schülerinnen zu Demokratie‑Multiplikatorinnen ausgebildet und darin gestärkt, demokratische Werte in ihren schulischen Alltag zu tragen und weiterzugeben. Ein weiteres Projekt setzte sich mit weniger beachteten Opfergruppen des Nationalsozialismus auseinander und regte zur Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur sowie gesellschaftlicher Verantwortung in der Gegenwart an. Hierfür wurden in Mönchengladbach lokal auf Friedhöfen Lebensgeschichten von einzelnen Menschen recherchiert. Dabei wurden historische Perspektiven mit aktuellen Fragen von Ausgrenzung, Teilhabe und Solidarität verknüpft. 

Darüber hinaus beteiligten sich verschiedene Akteurinnen mit öffentlichen Veranstaltungen und kulturellen Formaten an der Demokratieförderung. Auf dem BlankSpace‑Festival wurde im Rahmen einer Podiumsdiskussion über Awareness, Allyship und Demokratiebildung diskutiert und die Rolle von Kunst, Kultur und Medien für eine gerechte Gesellschaft beleuchtet. Ergänzend dazu wurde ein Tanztheaterprojekt umgesetzt, das demokratische Werte auf künstlerische Weise erfahrbar machte. An einer weiterführenden Schule setzten sich Schülerinnen gemeinsam mit der Autorin Maren Gottschalk mit Nelson Mandela als Vorbild auseinander und reflektierten Fragen von Freiheit, Verantwortung und demokratischem Engagement. 

Weitere Projekte widmeten sich gesellschaftlicher Vielfalt, politischer Bildung und dem Umgang mit Diskriminierung. In einer Veranstaltung zum jüdischen Leben in Deutschland standen Austausch und Begegnung im Mittelpunkt. Eine Lesung mit Texten von Max Czollek bot darüber hinaus Anlass, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie Erinnerungskultur heute vielfältig, kritisch und plural gedacht werden kann. Eine Podiumsdiskussion im Vorfeld der Kommunalwahl eröffnete Raum für die Diskussion zentraler Zukunftsfragen der Stadt zum Thema gemeinwohlorientierte Kommune. Ergänzend fand eine Multiplikator*innenschulung statt, die demokratische Werte vermittelte und Handlungskompetenzen im Umgang mit Rassismus stärkte. 

Auch der Jugendfonds ermöglichte im Jahr 2025 mehrere Projekte junger Menschen. Jugendliche gestalteten ein Wandgemälde zur Sichtbarkeit von Vielfalt, organisierten einen Filmabend mit anschließendem Austausch und setzten sich in Workshops kritisch mit Geschlechterrollen sowie extremistischen Narrativen auf Social Media auseinander. Weitere Angebote schufen Räume für Menschen mit Migrationsgeschichte, um Erfahrungen mit Alltagsrassismus zu teilen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln. In einem weiteren Projekt erlebten Jugendliche unterschiedlicher Herkunft Demokratie als gemeinsames Handeln und reflektierten Mitgestaltungsmöglichkeiten sowie Verantwortung im Alltag. 

Ein zentrales Ereignis im Jahr 2025 war zudem die 3. Mönchengladbacher Demokratiekonferenz unter dem Titel „Feminismus & Demokratie“. In Vorträgen, Workshops und einer Podiumsdiskussion wurden Zusammenhänge zwischen Sorgearbeit, Teilhabe, Gleichstellung und demokratischen Strukturen thematisiert. Die Konferenz machte deutlich, dass feministische Perspektiven ein wichtiger Bestandteil einer gerechten und inklusiven Demokratie sind und auch auf kommunaler Ebene konkrete Handlungsansätze eröffnen. 

Auch im Jahr 2026 wird „Demokratie leben!“ in Mönchengladbach weiterhin Projekte unterstützen, fördern und ermöglichen, die sich für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen.